Wertung

Philosophie, Spiritualität

Gut und Böse habe ich bereits im Beitrag „Relativität“ schon angesprochen und möchte dieses Thema noch einmal kurz anhand von unseren Gefühlen aufgreifen und dann zur Wertung bzw. Kategorisierung übergehen.
Von Gefühlen bzw. Emotionen haben wir als Mensch eine ganze Menge.
Von Freude, Liebe und Begeisterung hin zu Wut, Aggression und Angst.
Ich möchte hier speziell die Liebe und die Angst heraus greifen.
Angst ist an körperliche bzw. materielle Erscheinungen gebunden. Warum sollen wir im Reich der Spiritualität, oder auch der Quanten, Angst haben? Vor dem Tod? Das sind wir hier doch bereits aus irdischer Sicht.
Angst vor dem Allein sein? Wir sind im Bereich des absoluten Bewusstseins, hier gibt es keine Trennung.
Angst vor Hunger? Ohne physischen Körper gestaltet sich dies schwierig.
Ich könnte diese Beispiele ewig fortführen und ich würde immer mehr zur Erkenntnis gelangen, dass Angst ein an Materie gebundenes Ereignis ist. Angst existiert natürlich auch potentiell auf der geistigen Ebene, aber bedarf es dort einer Möglichkeit sie auszuleben?
Wenn ich nun die Liebe betrachte und dies auf das absolute Bewusstsein beziehe, komme ich zu der Feststellung, dass ein kollektives Bewusstsein nur in Harmonie und somit in Liebe bestehen kann.
Wie würde unsere perfekt funktionierende Natur und das Wunder des Lebens aussehen, wenn es nicht auf einer harmonischen Ordnung basieren würde? Wie würde wohl Leben aussehen, wenn es schon im Bereich der höheren Dimensionen Uneinigkeit darüber geben würde?
Wären wir irgendwo dazwischen gefangen? Also halblebendig?
Hierzu gibt es sicherlich noch viele Beispiele, die man sich erdenken kann, Beispiele aus vielen Kategorien.
Hier möchte ich nun den Bogen spannen zur Wertung.
Wenn ein Mensch nun Angst hat, so empfinden dies die meisten Menschen als unangenehm und negativ. Sie möchten dieses Gefühl und die damit einhergehenden Empfindungen so schnell wie möglich los werden. Ich hatte selbst lange mit der Angst zu kämpfen und habe sie genau so betrachtet.
Ich richte meine Aufmerksamkeit auf etwas und möchte es dennoch gleichzeitig unterdrücken. Sinnbildlich möchte ich mehr Luft in einen Luftballon hineinpressen und verringere jedoch gleichzeitig das Volumen.
Das Endergebnis ist offensichtlich… PENG!
Hier ist nun oftmals der erste Rat ein „nicht werten“ der Angst. Viele spirituelle Strömungen fordern ein generelles „nicht werten“.
Eine Emotion zu bewerten und sie somit im schlimmsten Fall versuchen wollen zu unterdrücken, macht gänzlich wenig Sinn.
Es geht eher darum sie zu erkennen als das was es ist, ein Gefühl, eine Emotion, die den aktuellen Zustand von Geist und Seele repräsentiert. Wenn ich meinen Geist nun ein Leben lang mit üblen Bildern gefüttert habe, bedienen sich eben Seele und Geist dieser Bilder, um ihren aktuellen Zustand zu kommunizieren. Hier würde ich wiederum eine Wertung gelten lassen. Gute oder doch böse Bilder konsumieren?
Wenn ich meinem Kind beibringen will, dass es das Geld des Nachbarn auf der Veranda nicht stehlen soll, welcher Begrifflichkeit bediene ich mich, wenn ich diese Tat nicht werten soll?
Ich kann mich entscheiden gesund zu leben, nicht zu rauchen und keinen Alkohol zu trinken. Ich kann mich entscheiden, die Meinung anderer zu respektieren und sie dafür nicht zu hassen.
Ich wähle hier bewusst respektieren, nicht tolerieren oder akzeptieren. Akzeptanz, Toleranz, Ignoranz, Arroganz, du merkst worauf ich hinaus möchte?
Ein zu viel an Hass macht mich krank, ein zu viel an Liebe auch?
Wir kommen zur Wertung in der Dualität. Die Emotion als solches ist relativ, wie sie sich im Leben manifestiert ist jedoch gut oder böse. Hass macht mich auf Dauer krank, Liebe nicht. Warum sollte ich mich also nicht für das Gute entscheiden?

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