Seele, Geist und Erleuchtung

Astrologie, Spiritualität

Am Anfang eines spirituellen Suchenden, stößt dieser bestimmt, früher oder später, über den Begriff der Erleuchtung oder die Erlösung der Seele.
Schnell kommt man in die Versuchung, dies als oberstes Ziel für dieses Leben zu setzen, so wie die großen Heiligen es vorgemacht haben und es auch nach wie vor gepredigt wird.
Wie schön es doch wäre, sich aus dem „Rad der Wiedergeburt“, wie es im vedischen heisst, zu befreien. Doch ist dem wirklich so?
Bin ich, nach dem die Erleuchtung erreicht habe, wirklich aus diesem Rad befreit oder ist dies doch nur ein weiteres „Erlebnis“ einer Seele auf dem Weg der Vervollkommnung?
Ich möchte meine Gedanken auf Basis der Astrologie mal mit euch teilen.
Astrologische Basis wieder mal die Münchner Rhythmenlehre nach Döbereiner.

Ziel der Erleuchtung ist es, den Geist zu befreien, in die Allliebe zu kommen und aus den Fängen des Ego’s erlöst zu werden.
In vielen Meditationstechniken, ist es wichtig, den Geist bzw. das Ego zu läutern und dies über verschiedene Fokuspunkte im Körper zu bewerkstelligen.
Bei Paramahansa Yogananda z.B. steht das dritte Auge im Fokus der Meditation, wohl der Zugang zu den geistigen Sphären schlechthin. Es wird von Selbstverwirklichung der Seele gesprochen.
Ich soll also über den Geist die Seele befreien, doch hier hake ich das erste Mal ein.

In der Astrologie ist der seelische Quadrant der Zweite, der geistige Quadrant der Dritte.
Die Quelle, der Krebs, im zweiten und das geistige Prinzip im Skorpion im dritten Quadranten, auch Seelenernter genannt.
Dieses geistige Prinzip geht auch gerne mal den Weg über die Seele und das Empfinden hinweg, nicht von Ungefähr kommt der Begriff Seelenernter.
Die Heiligung des Geistigen im Opfer der Seele bzw. des Individuums.
Hier Frage ich mich, ob ich also wirklich durch den Geist meine Seele befreien kann?
Ich bleibe weiter bei Paramahansa Yogananda, als er in seiner Biografie erzählt, von seinem Meister Sri Yukteswar eine egobasierte Rüge erteilt bekommen zu haben, welcher sich hinterher dafür entschuldigt, für seinen Anflug von Ego.
Ein aufgestiegener Meister mit Ego… hm.
Viel eher wird das Ego, wie schon erwähnt, für die Heiligung des geistigen Prinzips geopfert, den ersten Quadranten werde ich deswegen trotzdem nicht los.
Wir bewegen uns hier immer noch im zweiten und dritten Quadranten des Horoskops und sind noch lange nicht im vierten Quadranten angelangt. Hier ruht im Fisch das
Ungeschehene, die Auflösung, das Meer des Unbewussten.
Ganz nebenbei haben so einige Esoteriker den Pluto im zwölften Haus, also den „Himmel kontrollieren wollen bzw. das Ungeschehene“. Ich denke wir sind uns einig, dass der Himmel sich nicht kontrollieren bzw. bestimmen lässt.
Zurück zur Erleuchtung.
Die Seele gehört für mich also zum Individuum und zum Leben und nicht zur geistigen Welt.
Wie kann also mein in Liebe vereinter Geist, meine Seele befreien?
Ich glaube nicht, dass das Erreichen der Erleuchtung uns aus dem Rad der Wiedergeburt befreit.
Viel eher ist es für mich ein weiterer Schritt der Seele, auf ihrem individuellen Weg, den sie sich durch die vielen Leben bahnt.
Auch das Abarbeiten des eigenen Karmas durch Meditation und ständiges Geschwafel von Licht und Liebe ist für mich eher ein „nicht die Hände schmutzig machen wollen“.
Denn ich habe die Wahl, meine Anlagen auf verschiedene Art und Weise los zu werden.
Entweder ich lebe sie in der Dualität mit meinem Gegenüber oder ich erlebe sie, je nach dem einer Ideologie unterstellt, in mir selbst. Welche Art nun die bessere sei, hm, darüber lässt sich streiten.
Auch beim Thema Krankheiten wird oft erwähnt, dass Meditation und Erleuchtung nicht das Allheilmittel für Krankheiten sind.
Wenn es also noch etwas in mir gibt, dass erlebt werden möchte, so auch eine Krankheit, so kann ich meiner Meinung nach lange ein Heiliger sein, denn dies bin ich im Sinne des Geistes aber nicht im Sinne meiner Seele, die leben bzw. etwas erleben will.
Wenn ich also trotz aufgelöstem Karma und Erleuchtung krank werden kann, auf welcher Ebene findet dann was statt?

Wir leben also auf diesem Planeten und der Dualität um Geschehen zu erleben, etwas geistiges, was im geistigen bleibt, ist für mich nicht gelebt und hat auch mit dem Erleben meiner Seele gänzlich wenig zu tun.

Anmerkung: Ich meditiere selbst gerne und es gehört zu meiner täglichen Routine, vom Alltagswahnsinn Abstand zu gewinnen. Jedoch tue ich dies ohne ideologischen Hintergründe.
Ich möchte mit diesem Text nicht die Meditation verteufeln, sie ist ein wunderbares Werkzeug, um wieder zu sich selbst zu finden. Mir geht es um ideologische Ansprüche, die gesetzt werden.

Ich bin mir auch dessen bewusst, dass dieser Text sehr provokant geschrieben ist.

Karma vs. Schicksal

Astrologie, Philosophie, Spiritualität

Mich beschäftigt zur Zeit oft die Bedeutung von Karma und Schicksal.
Ich habe Phasen, an denen es für mich kein Karma gibt sondern nur das Schicksal, welches unser Leben bestimmt. Andererseits denke ich wiederum an ein vorbestimmtes Schicksal, welches sich im Rahmen von Ursache und Wirkung (Karma) bewegt. Oder ist beides doch irgendwo das Gleiche, nur einem anderen Gewand? Stellt das Karma die Umgebung und das Schicksal den Akt?
Mir fällt es aktuell schwer, beide unter einen Hut zu bringen. Aber um diese Gedankenlast erst einmal los zu werden, versuche ich meinen aktuellen Standpunkt irgendwie niederzuschreiben.

Karma steht für das Prinzip der Ursache und Wirkung. Setze ich irgendwo einen negativen Samen in meinem Leben, so wird die Wirkung eine negative Blüte sein. Oftmals besteht in unserem Bewusstsein kein Zusammenhang mehr, von dem einst gesäten Samen. Oder anders gesprochen: ich tue Person A etwas böses an. Person A gerät dadurch in ein seelisches Ungleichgewicht. Ich bereichere mich durch mein Ego an diesem Ungleichgewicht, vermeintlich positiv. Doch der Kern der Tat bleibt negativ. Wenn also irgendwo Ungleichgewichte entstehen, so liegt es in der Natur des Lebens, dieses entstandene Ungleichgewicht zu harmonisieren. Wie diese Harmonisierung aussieht, entspricht der Lebenssituation des auszugleichenden Individuums. Ich versuche dies so allgemein wie möglich zu halten, damit das Karma nicht in das Bild von „Rache“, „Rechtschaffenheit“ oder „Bestrafung“ gerät, denn das ist es für mich nicht. Es ist für mich ein natürlicher Vorgang, eines disharmonischen Verhältnisses, welches wieder harmonisiert wird. Karma schafft für mich Situationen, in denen ausgeglichen werden soll/kann. Wie diese Situation schlussendlich verläuft, obliegt dem freien Willen der Beteiligten, falls es direkt beteiligte geben sollte. Denkbar ist auch ein aufeinandertreffen von Person A, welche verletzt wurde, mit Person B. Hier entsteht durch das Karma die Situation, in der Person A die Tat von Person B vergelten könnte. Vergeltung würde bedeuten, negativ wird mit negativ vergolten. Sprich, kein Ausgleich. Entscheidet sich jedoch Person A für Vergebung, so hebt sich das Negative durch das Positive auf, was jedoch nicht bedeutet, dass Person A und Person B beste Freunde werden, da wir hier auf der seelischen bzw. energetischen Ebene sind.

Nun zum Schicksal.
Doebereiner beschreibt in der Astrologie das Schicksal als einen Ausgleich des Lebens – wie auch immer dieser aussehen mag – welches nicht den Anlagen entsprechend bzw. nicht in seiner Mitte gelebt wurde. Natürlich kann der „Schicksalsschlag“ als solcher schon in der Anlage vorliegen. Auch hier haben wir einen natürlichen Vorgang des Ausgleichs, welcher nicht unbedingt eine negative Tat als Ursache hat.

Was mich nun an dieser ganzen Sache zur Verzweiflung bringt. Ich nehme mal ein ziemlich radikales Beispiel:
Ein Mann hat eine Anlage zum Vergewaltiger, wie auch immer diese im Horoskop ersichtlich ist. Wenn nun diese Anlage ausgelöst wird, kommt der Drang oder Trieb in ihm hoch, eine Frau zu vergewaltigen. Er unternimmt diese Tat, um seine Anlage, seine Spannung loszuwerden. Nun hat dieser Mann noch zusätzlich den Neptun in Haus 3, heisst, er ist nach außen hin schleierhaft, nicht greifbar oder auch für die Ermittler nicht zu fassen. Er wird aus menschlicher Sicht nicht zu Rechenschaft gezogen.
Dieser Mann lebt zu Gunsten seiner Anlage, also eigentlich positiv im Sinne seiner Anlage, mal abgesehen davon, dass diese Anlage ungeeignet für die Gesellschaft ist.
Gleichzeitig erzeugt er aber negatives Karma. Wie gleicht sich nun diese Sache aus?
Wir haben ein Handeln entsprechend der Anlage, grundlegend könnte man meinen positiv, erzeugt aber gleichzeitig negatives Karma. Ist diese Anlage an sich als Karma zu bewerten? Von der anderen Seite betrachtet, hatte wohl diese Frau den Ereigniswunsch zur Vergewaltigung in sich getragen, wenn man es weiter aus astrologischer Sichtweise betrachtet.
Hat der karmische Ausgleich dann in der Tat als solche stattgefunden oder war es ein weiters Glied der karmischen Kette dieser Personen?
Stehen sich aber dann nicht Karma und Schicksal diametral gegenüber?
Muss man Karma auf das spirituelle beziehen und das Schicksal auf das Materielle/Organische?
Die Anlagen im Horoskop sind doch Erbanlagen im Sinne der Familie und der  Generationen und keine seelisch willkürlich herbeigezauberten Fragmente.
Wenn die Frau die Anlage vergewaltigt zu werden und der Mann den Vergewaltiger in sich trägt, ist es dann noch Karma oder „nur“ Potential zur Entwicklung?
Oder muss man Karma als etwas betrachten, was nicht der Seele anhaftet sondern sich über die Generationen weiter vererbt? So lange, bis die Spannung nicht im Übergriff sondern aus sich heraus erlöst wird?
Ist es nicht eher so, dass die Seele weiß, was sie in dem bevorstehenden Leben erwartet und die jeweiligen Potentiale für sich sieht?
Oder habe ich etwas grundlegend falsch verstanden?

Ich kann bisweilen diesen Knoten nicht entwirren…

Was die Überlegung nicht einfacher macht ist die Tatsache, dass man als Mensch solch eine furchtbare Tat, wie z.B. eine Vergewaltigung, irgendwie bestraft wissen möchte.

Die Leberdepression und die Schulmedizin

Astrologie, Gesellschaft

In einem meiner vorherigen Beiträge hab ich schon erwähnt, dass sich bei mir seit dem Frühjahr eine ordentliche Leberdepression zeigt. Bedingt durch den Transitsaturn, welcher meine Neptun-Saturn-Konjunktion erstmalig überlief.
Da ich zuvor mehrere Jahre mit Panikattacken, Angststörungen und Hypochondrie zu kämpfen hatte, war das mal eine willkommene Abwechslung, wobei eine leichte depressive Stimmung in dieser Zeit immer mit dabei war.
Die Astrologie bot mir aber dieses Mal den großen Vorteil, zu wissen, was da auf mich zukommt.
So konnte ich diese Phase als „stiller Beobachter“ verfolgen und einfach mal geschehen lassen, was natürlich nicht immer so einfach gewesen ist.
Wie ebenfalls schon erwähnt, zeigte sich bei mir allmählich eine aufkommende Wut gegen alles und jeden mit großem Zerstörungspotential.
Aus meinen „psychologischen Beobachtungen“, liegt unter einer Depression oftmals eine versteckte Wut. Wut deshalb, sich selbst nicht leben zu können und dies zeigt sich als Depression/seelische Trauer, sich selbst zu vermissen.
Aktuell zeigt sich das Ventil in der Astrologie und der Wunsch zur weiteren Vertiefung (Unterricht beginnt im Oktober 😉 ).

Die wohl schlimmste Phase, der letzten Wochen und Monate, war eine mehrwöchige Phase der Schlaflosigkeit. Unter der Woche 2 – 3 Stunden Schlaf pro Tag und am Wochenende mal gute 5 Stunden. In der dritten Woche, lies ich mich dann schlussendlich krank schreiben, weil einfach nichts mehr funktionierte und ich nicht mehr wirklich gesellschaftsfähig war.
Mein persönliches Highlight dann immer der Besuch bei meiner Hausarztpraxis, in der auch so ziemlich jeder der dort arbeitet, meine mehrjährige Krise mitbekommen hatte.
Hier hat man schon an der Rezeption das Gefühl, man hat noch den „Psychopathen-Stempel“ auf der Stirn und fühlt sich auch teilweise so behandelt. Kann natürlich auch nur Einbildung sein, aber in unserer Gesellschaft sind psychische Auffälligkeiten immer noch ein Tabu-Thema.
In der Praxis sind zwei Ärzte und ich hoffte, dass ich zu „Ihm“ kam und nicht zu „Ihr“. Weil „Er“ mittlerweile offen ist, für alternative Behandlungsmöglichkeiten und nicht wie „Sie“, gefühlt bezahlt ist, von der Pharma-Industrie.
Ich kam zu ihr… Sie hörte sich mein Problemchen an und wollte natürlich gleich wieder die Chemiekeule schwingen, welches ich verneinte. Ich hatte damals ein leichtes Psychopharmaka, um meine Spitzen abzufangen, zu welchem sie mit alternativ riet, da man ja irgendwann mürbe werden würde, wenn man nicht schläft (Echt jetzt?!) und ich das Medikament ja gut vertragen habe.
Auch das verneinte ich, was in großem Unverständnis und mehrmaligem Warum-Nachfragen resultierte. Ich wusste ja was los ist und wollte lediglich ein Attest. Sie konnte jedoch meinen Widerstand nicht verstehen.

Was mir die letzten Jahre gezeigt haben ist, wie sehr die Schulmedizin in psychischen Auffälligkeiten im Dunkeln tappt. Hier geht man nach wie vor davon aus, irgendwelche Emotionen und Gefühle zu deckeln, sei die Lösung des Problems und das Ziel sei doch so schnell wie möglich wieder gesellschaftsfähig (besser: gewinnbringend) zu sein. Doch das ist für mich, aus eigener Erfahrung, völlig am Ziel vorbei.
Hier hoffe ich, in der Astrologie und vor allem in der homöopathischen Astrologie, tief gehende Antworten zu finden und meinen Forscherdurst zu stillen. Vor allem, weil ich selbst schon viel Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln durfte. 5 Jahre sind doch eine ordentliche Lehrzeit.

Zum Thema Pharmaindustrie und Verbrechen an der Menschheit, kann ich übrigens den Film „Tod auf Rezept“ bzw. „Cause of Death: Unknown“ von Anniken Hoel empfehlen. Dieser Film spiegelt das ganze Thema ziemlich gut wider und zeigt doch auch, wie sehr beim Thema Psyche und Seele ein Umbruch fällig ist.

https://www.cause-of-death-unknown.com

Der Saturn und die Wut

Astrologie, Spiritualität

Jeder hat in seinem Geburtshoroskop irgendwo den Saturn stehen und dieser erreicht nach 28 Jahren als Transit wieder seinen Ursprung.

Der Saturn ist laut Doebereiner das formierende Prinzip. Was aus der Bahn geraten ist, wird wieder zurecht gerückt.

Diese Phase läuft bei mir seit Beginn des Jahres. Eine sehr anstrengende und kräftezehrende Phase, weil man diesen Saturn meines Erachtens genau beobachten muss, da er sonst ordentlich Schaden anrichten kann.

Mein Saturn steht in Konjunktion mit Neptun im 7. Haus. D.h., hier wütet noch eine ordentliche Leberdepression mit.

Es macht sich nun also aus meinem Empfinden eine unterbewusste Wut breit auf alles und jeden. Dies spiegelt sich klar in meinen Gedanken wider (Haus 7). Es zeigt sich also diese Saturnphase als Wut, wenn man bis dato nicht in seiner Mitte gelebt hat. Diese Wut sorgt für den Umbruch, den Antrieb zur Veränderung. Das Ventil dieser Phase wird aktuell überlaufen und zeigt sich als Uranus in, gerade noch so, Haus 6, in Opposition zu Jupiter am Ascendenten. Sprich, der Wunsch zur beruflichen Veränderung, da der Schütze ebenfalls voll in Haus 6 eingeschlossen ist.

Wäre ich nun dieser Wut blindlings gefolgt, hätte diese konstruktive Energie, mein gesamtes privates sowie berufliches Umfeld zerstört. Ich hätte mit allen Menschen die mir wichtig sind gebrochen, hätte gekündigt und wäre jetzt im Amazonas im Dschungel auf der Suche nach einer schamanischen Ausbildung. Dies entsprach meiner naturverbundenen Phase aus dem Frühjahr.

Diese Phase hat mir gezeigt, wie sich der Saturn als Gefühl zeigen kann und was er anrichten kann, wenn diese Energie nicht kontrolliert wird. Was sie auch gezeigt hat, ist, wie Doebereiner oft schön erklärt hat, eine Spannung im Horoskop, entlädt sich gerne über den Uranus als Ventil.

Mein Transitsaturn ist nun ein letztes Mal rückläufig bis zur Uranuskonjunktion und läuft dann ein letztes Mal über die Leberdepression hinweg.

Petri heil…

Der Teufel in Person – Das Ego

Astrologie, Gesellschaft, Spiritualität

In vielen spirituellen und esoterischen Richtungen, wird das Ego als Ursache unserer Probleme, der Kriegstreiber, das Übel schlechthin bezeichnet.

Doch ist dem wirklich so?

Ich möchte das Ego aus astrologischer Sicht betrachten. Dem Ego oder dem Menschen als solcher was er darstellt sowie seiner Funktionalität, wird in der Astrologie der erste Quadrant zugeteilt. Ich gehe hier wieder von der Münchner Rhythmenlehre nach Doebereiner aus. 1. Haus das Ego als solches, was ich sehe. 2. Haus der strukturelle Aufbau oder Bestand des Wesens. 3. Haus die Funktion in den Raum welches Ego + Körper maximal Erreichen kann. Die Grundlagen mal sehr grob dargestellt.

Ein Horoskop stellt vor allem auch eine Anlagenhierachie dar, welche in unserem/diesem Leben verwirklicht werden will. Dies können natürlich auch Spannungen sein, welche im Radix (Geburtshoroskop) ersichtlich sind, denn keine Familie ist perfekt.

Solche Spannungen, wie auch immer sie entarten, werden in unserer Gesellschaft oder in religiösen Gemeinschaften als gut oder böse bzw. schlecht bezeichnet. Viel passender wäre doch geeignet und ungeeignet.

Oftmals stecken auch hinter solchen Spannungen vererbte Traumata, die doch eigentlich nur erlöst werden möchten. Dies sind oftmals Verhaltensweisen, welche sich erst einmal nur über das Ego und sein Verhalten bemerkbar machen.

Das “Problem” hierbei – das Ego identifiziert sich gerne im Außen. Warum das so ist, lässt sich mit wenig Aufwand erklären. Vielen ist der Versuch von Kaiser Friedrich II. bekannt, indem Säuglinge nur mit dem Nötigsten versorgt wurden, jedoch nicht mit Gefühl und Zuneigung. Diese Kinder verstarben aufgrund der ausbleibenden Zuwendung. Sprich, wir lernen schon unterbewusst als Säugling, dass wir auf die Anerkennung und Zuneigung im Außen angewiesen sind.

Dies ist jedoch nicht mehr im Erwachsenenalter der Fall, WENN wir gelernt haben uns selbst Zuneigung und Achtsamkeit zu schenken. Das “Problem” liegt also in unserer Natur als solcher, dass wir uns über das Außen und die Gesellschaft identifizieren. Doebereiner sagte einmal dazu passend:

Wenn Sie Ihre Erscheinung aus der Umwelt beziehen, sind Sie auf die Spiegelung angewiesen. Und solange Sie das machen, ist Ihr Selbstwert darauf angewiesen, ob Sie gut oder schlecht gespiegelt werden. Die Gesellschaft ist kein guter Spiegel. Zerrbilder kommen raus. Ich lass mich auch nicht mehr spiegeln. (Wolfgang Döbereiner, 1999)

Unter diesen Umständen hat unser Ego, meiner Meinung nach, ein zu schlechtes Image in vielen spirituellen und esoterischen Ansichten, da es ebenfalls einen wertvollen Teil zu unseren Entwicklung beiträgt, wenn man auch dazu bereit ist, seine Eigenheiten achstam zu studieren und in der Tiefe verstehen zu wollen.

Abschließend möchte ich hierzu noch ein Buchtitel von Dieter Broers zitieren: “Das Ego im Dienste des Herzens”

Schicksal, Dualität und Bewusstsein

Astrologie, Gesellschaft, Spiritualität

Lange her seit meinem letzten Eintrag, viel ist gedanklich passiert in dieser Zeit.

Ich beschäftige mich aktuell mit der Astrologie, speziell mit der Münchner Rhythmenlehre nach Döbereiner.
Hier fand ich zu Beginn viele Denkweisen, welche in mir auf starken Widerstand gestoßen sind.
Wenn man vorher in der Esoterikszene mit der Licht und Liebe Denkweise konfrontiert war, sind diese beiden erst mal schwer zu vereinen.
Doch es lohnt sich seinen Blick nicht zu verschränken.

Ich möchte meine Gedanken so allgemein wie möglich halten und nicht in astrologische Details gehen.
Ich finde es sehr beeindruckend, dass anhand des Geburtshoroskops ein Leben schon sehr detailliert zu deuten ist bzw. der Verlauf des Lebens erkennbar ist. In anderen Lehren spricht man auch vom Seelenplan.
Astrologisch gesehen ist dieser Plan nicht bis im Detail ersichtlich, aber welche Bereiche des Lebens wie betroffen sind lässt sich erkennen und vor allem in welcher Zeit wann etwas an der Reihe ist, verwirklicht zu werden.
Hier kommen wir nun in den Bereich der Dualität und des Schicksals.
Ich hatte nun als Kind die Anlage „Angststörung und Panikattacken“. Diese Anlage ist z.B. in meinem Horoskop ersichtlich.
Dass diese Phase nun „Angst“ beinhaltet nicht im Detail, aber dass es eine massiv gefühlsbetonte und lebensveränderte Phase sein wird, lässt sich klar erkennen.
Hier lag nun seit meiner Geburt ein unterbewusster Wunsch vor, dies zu verwirklichen.
Döbereiner nennt dies sehr treffend einen Ereigniswunsch.
Da wir auf der Erde in der Dualität leben, entscheiden wir selbst, ob dieser Ereigniswunsch aus uns heraus verwirklicht wird, sprich, wir gehen unserer schöpferischen Natur nach, oder dieser Wunsch begegnet uns im außen. Manchmal auch immer und immer wieder, so lange, bis wir dieses Ereignis aus uns heraus selbst erlöst haben.
Dies können natürlich auch sehr unschöne Ereignisse sein. Diese Ereignisse nehmen auch an Schwere zu, je nach dem, wie weit wir uns aus unserer Mitte bzw. unserem Plan entfernen. Diese Ereignisse nennen wir umgangssprachlich Schicksal.
Dieses Schicksal könnte man auch eine Korrektur des Lebens nennen, um uns auf unser nicht nach Plan laufendes Leben aufmerksam zu machen. Im schlimmsten Fall hat sich ein Mensch durch sein Ego derart von seinem Seelenleben entfernt und einen Widerstand aufgebaut, dass nur noch eine Korrektur übrig bleibt…

Wenn man sich nun unsere aktuelle Gesellschaftslage anschaut, sieht man vor allem eines: ein ältere Generation, die sich ihren Gefühlen verschlossen hat und nur noch „im Kopf“ lebt. Vor allem die 2. Weltkriegstraumata wabern noch über diesen Generationen.
Und eine junge Generation, die von psychischen Krankheiten übersät ist, welche oftmals aus den vorherigen Generationen unbewusst übertragen wurden und durch unser hochgradig gestresstes Leben dauergetriggert werden.
In der Wissenschaft spricht man hier übrigens von transgenerationaler Traumatisierung.
Da wir einen freien Willen besitzen, wäre es doch längst an der Zeit diesen zu nutzen. Nicht um Abends zu entscheiden vor der Glotze zu versauern, um vor dem eigenen unzufriedenen Leben zu fliehen. Besser wäre doch zu entscheiden, einer vielleicht doch härter werdende Kursänderung des Lebens entgegenzuwirken… und das wäre Bewusstwerdung. Wir entscheiden jeden Tag neu, wie wir unser Leben leben möchten.

Doch wie lebe ich denn überhaupt gerade mein Leben? Was möchte ich denn wirklich? Stimmt das was ich gerade lebe mit dem überein was ich fühle? Macht mir mein Job wirklich noch Spaß? Warum treffe ich mich mit meinen Freunden? Welchen Zweck erfüllt eine Beziehung? Vielleicht doch nur, weil ich einen seelischen Mangel im Außen kompensieren möchte?