Karma vs. Schicksal

Astrologie, Philosophie, Spiritualität

Mich beschäftigt zur Zeit oft die Bedeutung von Karma und Schicksal.
Ich habe Phasen, an denen es für mich kein Karma gibt sondern nur das Schicksal, welches unser Leben bestimmt. Andererseits denke ich wiederum an ein vorbestimmtes Schicksal, welches sich im Rahmen von Ursache und Wirkung (Karma) bewegt. Oder ist beides doch irgendwo das Gleiche, nur einem anderen Gewand? Stellt das Karma die Umgebung und das Schicksal den Akt?
Mir fällt es aktuell schwer, beide unter einen Hut zu bringen. Aber um diese Gedankenlast erst einmal los zu werden, versuche ich meinen aktuellen Standpunkt irgendwie niederzuschreiben.

Karma steht für das Prinzip der Ursache und Wirkung. Setze ich irgendwo einen negativen Samen in meinem Leben, so wird die Wirkung eine negative Blüte sein. Oftmals besteht in unserem Bewusstsein kein Zusammenhang mehr, von dem einst gesäten Samen. Oder anders gesprochen: ich tue Person A etwas böses an. Person A gerät dadurch in ein seelisches Ungleichgewicht. Ich bereichere mich durch mein Ego an diesem Ungleichgewicht, vermeintlich positiv. Doch der Kern der Tat bleibt negativ. Wenn also irgendwo Ungleichgewichte entstehen, so liegt es in der Natur des Lebens, dieses entstandene Ungleichgewicht zu harmonisieren. Wie diese Harmonisierung aussieht, entspricht der Lebenssituation des auszugleichenden Individuums. Ich versuche dies so allgemein wie möglich zu halten, damit das Karma nicht in das Bild von „Rache“, „Rechtschaffenheit“ oder „Bestrafung“ gerät, denn das ist es für mich nicht. Es ist für mich ein natürlicher Vorgang, eines disharmonischen Verhältnisses, welches wieder harmonisiert wird. Karma schafft für mich Situationen, in denen ausgeglichen werden soll/kann. Wie diese Situation schlussendlich verläuft, obliegt dem freien Willen der Beteiligten, falls es direkt beteiligte geben sollte. Denkbar ist auch ein aufeinandertreffen von Person A, welche verletzt wurde, mit Person B. Hier entsteht durch das Karma die Situation, in der Person A die Tat von Person B vergelten könnte. Vergeltung würde bedeuten, negativ wird mit negativ vergolten. Sprich, kein Ausgleich. Entscheidet sich jedoch Person A für Vergebung, so hebt sich das Negative durch das Positive auf, was jedoch nicht bedeutet, dass Person A und Person B beste Freunde werden, da wir hier auf der seelischen bzw. energetischen Ebene sind.

Nun zum Schicksal.
Doebereiner beschreibt in der Astrologie das Schicksal als einen Ausgleich des Lebens – wie auch immer dieser aussehen mag – welches nicht den Anlagen entsprechend bzw. nicht in seiner Mitte gelebt wurde. Natürlich kann der „Schicksalsschlag“ als solcher schon in der Anlage vorliegen. Auch hier haben wir einen natürlichen Vorgang des Ausgleichs, welcher nicht unbedingt eine negative Tat als Ursache hat.

Was mich nun an dieser ganzen Sache zur Verzweiflung bringt. Ich nehme mal ein ziemlich radikales Beispiel:
Ein Mann hat eine Anlage zum Vergewaltiger, wie auch immer diese im Horoskop ersichtlich ist. Wenn nun diese Anlage ausgelöst wird, kommt der Drang oder Trieb in ihm hoch, eine Frau zu vergewaltigen. Er unternimmt diese Tat, um seine Anlage, seine Spannung loszuwerden. Nun hat dieser Mann noch zusätzlich den Neptun in Haus 3, heisst, er ist nach außen hin schleierhaft, nicht greifbar oder auch für die Ermittler nicht zu fassen. Er wird aus menschlicher Sicht nicht zu Rechenschaft gezogen.
Dieser Mann lebt zu Gunsten seiner Anlage, also eigentlich positiv im Sinne seiner Anlage, mal abgesehen davon, dass diese Anlage ungeeignet für die Gesellschaft ist.
Gleichzeitig erzeugt er aber negatives Karma. Wie gleicht sich nun diese Sache aus?
Wir haben ein Handeln entsprechend der Anlage, grundlegend könnte man meinen positiv, erzeugt aber gleichzeitig negatives Karma. Ist diese Anlage an sich als Karma zu bewerten? Von der anderen Seite betrachtet, hatte wohl diese Frau den Ereigniswunsch zur Vergewaltigung in sich getragen, wenn man es weiter aus astrologischer Sichtweise betrachtet.
Hat der karmische Ausgleich dann in der Tat als solche stattgefunden oder war es ein weiters Glied der karmischen Kette dieser Personen?
Stehen sich aber dann nicht Karma und Schicksal diametral gegenüber?
Muss man Karma auf das spirituelle beziehen und das Schicksal auf das Materielle/Organische?
Die Anlagen im Horoskop sind doch Erbanlagen im Sinne der Familie und der  Generationen und keine seelisch willkürlich herbeigezauberten Fragmente.
Wenn die Frau die Anlage vergewaltigt zu werden und der Mann den Vergewaltiger in sich trägt, ist es dann noch Karma oder „nur“ Potential zur Entwicklung?
Oder muss man Karma als etwas betrachten, was nicht der Seele anhaftet sondern sich über die Generationen weiter vererbt? So lange, bis die Spannung nicht im Übergriff sondern aus sich heraus erlöst wird?
Ist es nicht eher so, dass die Seele weiß, was sie in dem bevorstehenden Leben erwartet und die jeweiligen Potentiale für sich sieht?
Oder habe ich etwas grundlegend falsch verstanden?

Ich kann bisweilen diesen Knoten nicht entwirren…

Was die Überlegung nicht einfacher macht ist die Tatsache, dass man als Mensch solch eine furchtbare Tat, wie z.B. eine Vergewaltigung, irgendwie bestraft wissen möchte.

Der Saturn und die Wut

Astrologie, Spiritualität

Jeder hat in seinem Geburtshoroskop irgendwo den Saturn stehen und dieser erreicht nach 28 Jahren als Transit wieder seinen Ursprung.

Der Saturn ist laut Doebereiner das formierende Prinzip. Was aus der Bahn geraten ist, wird wieder zurecht gerückt.

Diese Phase läuft bei mir seit Beginn des Jahres. Eine sehr anstrengende und kräftezehrende Phase, weil man diesen Saturn meines Erachtens genau beobachten muss, da er sonst ordentlich Schaden anrichten kann.

Mein Saturn steht in Konjunktion mit Neptun im 7. Haus. D.h., hier wütet noch eine ordentliche Leberdepression mit.

Es macht sich nun also aus meinem Empfinden eine unterbewusste Wut breit auf alles und jeden. Dies spiegelt sich klar in meinen Gedanken wider (Haus 7). Es zeigt sich also diese Saturnphase als Wut, wenn man bis dato nicht in seiner Mitte gelebt hat. Diese Wut sorgt für den Umbruch, den Antrieb zur Veränderung. Das Ventil dieser Phase wird aktuell überlaufen und zeigt sich als Uranus in, gerade noch so, Haus 6, in Opposition zu Jupiter am Ascendenten. Sprich, der Wunsch zur beruflichen Veränderung, da der Schütze ebenfalls voll in Haus 6 eingeschlossen ist.

Wäre ich nun dieser Wut blindlings gefolgt, hätte diese konstruktive Energie, mein gesamtes privates sowie berufliches Umfeld zerstört. Ich hätte mit allen Menschen die mir wichtig sind gebrochen, hätte gekündigt und wäre jetzt im Amazonas im Dschungel auf der Suche nach einer schamanischen Ausbildung. Dies entsprach meiner naturverbundenen Phase aus dem Frühjahr.

Diese Phase hat mir gezeigt, wie sich der Saturn als Gefühl zeigen kann und was er anrichten kann, wenn diese Energie nicht kontrolliert wird. Was sie auch gezeigt hat, ist, wie Doebereiner oft schön erklärt hat, eine Spannung im Horoskop, entlädt sich gerne über den Uranus als Ventil.

Mein Transitsaturn ist nun ein letztes Mal rückläufig bis zur Uranuskonjunktion und läuft dann ein letztes Mal über die Leberdepression hinweg.

Petri heil…

Der Teufel in Person – Das Ego

Astrologie, Gesellschaft, Spiritualität

In vielen spirituellen und esoterischen Richtungen, wird das Ego als Ursache unserer Probleme, der Kriegstreiber, das Übel schlechthin bezeichnet.

Doch ist dem wirklich so?

Ich möchte das Ego aus astrologischer Sicht betrachten. Dem Ego oder dem Menschen als solcher was er darstellt sowie seiner Funktionalität, wird in der Astrologie der erste Quadrant zugeteilt. Ich gehe hier wieder von der Münchner Rhythmenlehre nach Doebereiner aus. 1. Haus das Ego als solches, was ich sehe. 2. Haus der strukturelle Aufbau oder Bestand des Wesens. 3. Haus die Funktion in den Raum welches Ego + Körper maximal Erreichen kann. Die Grundlagen mal sehr grob dargestellt.

Ein Horoskop stellt vor allem auch eine Anlagenhierachie dar, welche in unserem/diesem Leben verwirklicht werden will. Dies können natürlich auch Spannungen sein, welche im Radix (Geburtshoroskop) ersichtlich sind, denn keine Familie ist perfekt.

Solche Spannungen, wie auch immer sie entarten, werden in unserer Gesellschaft oder in religiösen Gemeinschaften als gut oder böse bzw. schlecht bezeichnet. Viel passender wäre doch geeignet und ungeeignet.

Oftmals stecken auch hinter solchen Spannungen vererbte Traumata, die doch eigentlich nur erlöst werden möchten. Dies sind oftmals Verhaltensweisen, welche sich erst einmal nur über das Ego und sein Verhalten bemerkbar machen.

Das “Problem” hierbei – das Ego identifiziert sich gerne im Außen. Warum das so ist, lässt sich mit wenig Aufwand erklären. Vielen ist der Versuch von Kaiser Friedrich II. bekannt, indem Säuglinge nur mit dem Nötigsten versorgt wurden, jedoch nicht mit Gefühl und Zuneigung. Diese Kinder verstarben aufgrund der ausbleibenden Zuwendung. Sprich, wir lernen schon unterbewusst als Säugling, dass wir auf die Anerkennung und Zuneigung im Außen angewiesen sind.

Dies ist jedoch nicht mehr im Erwachsenenalter der Fall, WENN wir gelernt haben uns selbst Zuneigung und Achtsamkeit zu schenken. Das “Problem” liegt also in unserer Natur als solcher, dass wir uns über das Außen und die Gesellschaft identifizieren. Doebereiner sagte einmal dazu passend:

Wenn Sie Ihre Erscheinung aus der Umwelt beziehen, sind Sie auf die Spiegelung angewiesen. Und solange Sie das machen, ist Ihr Selbstwert darauf angewiesen, ob Sie gut oder schlecht gespiegelt werden. Die Gesellschaft ist kein guter Spiegel. Zerrbilder kommen raus. Ich lass mich auch nicht mehr spiegeln. (Wolfgang Döbereiner, 1999)

Unter diesen Umständen hat unser Ego, meiner Meinung nach, ein zu schlechtes Image in vielen spirituellen und esoterischen Ansichten, da es ebenfalls einen wertvollen Teil zu unseren Entwicklung beiträgt, wenn man auch dazu bereit ist, seine Eigenheiten achstam zu studieren und in der Tiefe verstehen zu wollen.

Abschließend möchte ich hierzu noch ein Buchtitel von Dieter Broers zitieren: “Das Ego im Dienste des Herzens”

Schicksal, Dualität und Bewusstsein

Astrologie, Gesellschaft, Spiritualität

Lange her seit meinem letzten Eintrag, viel ist gedanklich passiert in dieser Zeit.

Ich beschäftige mich aktuell mit der Astrologie, speziell mit der Münchner Rhythmenlehre nach Döbereiner.
Hier fand ich zu Beginn viele Denkweisen, welche in mir auf starken Widerstand gestoßen sind.
Wenn man vorher in der Esoterikszene mit der Licht und Liebe Denkweise konfrontiert war, sind diese beiden erst mal schwer zu vereinen.
Doch es lohnt sich seinen Blick nicht zu verschränken.

Ich möchte meine Gedanken so allgemein wie möglich halten und nicht in astrologische Details gehen.
Ich finde es sehr beeindruckend, dass anhand des Geburtshoroskops ein Leben schon sehr detailliert zu deuten ist bzw. der Verlauf des Lebens erkennbar ist. In anderen Lehren spricht man auch vom Seelenplan.
Astrologisch gesehen ist dieser Plan nicht bis im Detail ersichtlich, aber welche Bereiche des Lebens wie betroffen sind lässt sich erkennen und vor allem in welcher Zeit wann etwas an der Reihe ist, verwirklicht zu werden.
Hier kommen wir nun in den Bereich der Dualität und des Schicksals.
Ich hatte nun als Kind die Anlage „Angststörung und Panikattacken“. Diese Anlage ist z.B. in meinem Horoskop ersichtlich.
Dass diese Phase nun „Angst“ beinhaltet nicht im Detail, aber dass es eine massiv gefühlsbetonte und lebensveränderte Phase sein wird, lässt sich klar erkennen.
Hier lag nun seit meiner Geburt ein unterbewusster Wunsch vor, dies zu verwirklichen.
Döbereiner nennt dies sehr treffend einen Ereigniswunsch.
Da wir auf der Erde in der Dualität leben, entscheiden wir selbst, ob dieser Ereigniswunsch aus uns heraus verwirklicht wird, sprich, wir gehen unserer schöpferischen Natur nach, oder dieser Wunsch begegnet uns im außen. Manchmal auch immer und immer wieder, so lange, bis wir dieses Ereignis aus uns heraus selbst erlöst haben.
Dies können natürlich auch sehr unschöne Ereignisse sein. Diese Ereignisse nehmen auch an Schwere zu, je nach dem, wie weit wir uns aus unserer Mitte bzw. unserem Plan entfernen. Diese Ereignisse nennen wir umgangssprachlich Schicksal.
Dieses Schicksal könnte man auch eine Korrektur des Lebens nennen, um uns auf unser nicht nach Plan laufendes Leben aufmerksam zu machen. Im schlimmsten Fall hat sich ein Mensch durch sein Ego derart von seinem Seelenleben entfernt und einen Widerstand aufgebaut, dass nur noch eine Korrektur übrig bleibt…

Wenn man sich nun unsere aktuelle Gesellschaftslage anschaut, sieht man vor allem eines: ein ältere Generation, die sich ihren Gefühlen verschlossen hat und nur noch „im Kopf“ lebt. Vor allem die 2. Weltkriegstraumata wabern noch über diesen Generationen.
Und eine junge Generation, die von psychischen Krankheiten übersät ist, welche oftmals aus den vorherigen Generationen unbewusst übertragen wurden und durch unser hochgradig gestresstes Leben dauergetriggert werden.
In der Wissenschaft spricht man hier übrigens von transgenerationaler Traumatisierung.
Da wir einen freien Willen besitzen, wäre es doch längst an der Zeit diesen zu nutzen. Nicht um Abends zu entscheiden vor der Glotze zu versauern, um vor dem eigenen unzufriedenen Leben zu fliehen. Besser wäre doch zu entscheiden, einer vielleicht doch härter werdende Kursänderung des Lebens entgegenzuwirken… und das wäre Bewusstwerdung. Wir entscheiden jeden Tag neu, wie wir unser Leben leben möchten.

Doch wie lebe ich denn überhaupt gerade mein Leben? Was möchte ich denn wirklich? Stimmt das was ich gerade lebe mit dem überein was ich fühle? Macht mir mein Job wirklich noch Spaß? Warum treffe ich mich mit meinen Freunden? Welchen Zweck erfüllt eine Beziehung? Vielleicht doch nur, weil ich einen seelischen Mangel im Außen kompensieren möchte?

Wertung

Philosophie, Spiritualität

Gut und Böse habe ich bereits im Beitrag „Relativität“ schon angesprochen und möchte dieses Thema noch einmal kurz anhand von unseren Gefühlen aufgreifen und dann zur Wertung bzw. Kategorisierung übergehen.
Von Gefühlen bzw. Emotionen haben wir als Mensch eine ganze Menge.
Von Freude, Liebe und Begeisterung hin zu Wut, Aggression und Angst.
Ich möchte hier speziell die Liebe und die Angst heraus greifen.
Angst ist an körperliche bzw. materielle Erscheinungen gebunden. Warum sollen wir im Reich der Spiritualität, oder auch der Quanten, Angst haben? Vor dem Tod? Das sind wir hier doch bereits aus irdischer Sicht.
Angst vor dem Allein sein? Wir sind im Bereich des absoluten Bewusstseins, hier gibt es keine Trennung.
Angst vor Hunger? Ohne physischen Körper gestaltet sich dies schwierig.
Ich könnte diese Beispiele ewig fortführen und ich würde immer mehr zur Erkenntnis gelangen, dass Angst ein an Materie gebundenes Ereignis ist. Angst existiert natürlich auch potentiell auf der geistigen Ebene, aber bedarf es dort einer Möglichkeit sie auszuleben?
Wenn ich nun die Liebe betrachte und dies auf das absolute Bewusstsein beziehe, komme ich zu der Feststellung, dass ein kollektives Bewusstsein nur in Harmonie und somit in Liebe bestehen kann.
Wie würde unsere perfekt funktionierende Natur und das Wunder des Lebens aussehen, wenn es nicht auf einer harmonischen Ordnung basieren würde? Wie würde wohl Leben aussehen, wenn es schon im Bereich der höheren Dimensionen Uneinigkeit darüber geben würde?
Wären wir irgendwo dazwischen gefangen? Also halblebendig?
Hierzu gibt es sicherlich noch viele Beispiele, die man sich erdenken kann, Beispiele aus vielen Kategorien.
Hier möchte ich nun den Bogen spannen zur Wertung.
Wenn ein Mensch nun Angst hat, so empfinden dies die meisten Menschen als unangenehm und negativ. Sie möchten dieses Gefühl und die damit einhergehenden Empfindungen so schnell wie möglich los werden. Ich hatte selbst lange mit der Angst zu kämpfen und habe sie genau so betrachtet.
Ich richte meine Aufmerksamkeit auf etwas und möchte es dennoch gleichzeitig unterdrücken. Sinnbildlich möchte ich mehr Luft in einen Luftballon hineinpressen und verringere jedoch gleichzeitig das Volumen.
Das Endergebnis ist offensichtlich… PENG!
Hier ist nun oftmals der erste Rat ein „nicht werten“ der Angst. Viele spirituelle Strömungen fordern ein generelles „nicht werten“.
Eine Emotion zu bewerten und sie somit im schlimmsten Fall versuchen wollen zu unterdrücken, macht gänzlich wenig Sinn.
Es geht eher darum sie zu erkennen als das was es ist, ein Gefühl, eine Emotion, die den aktuellen Zustand von Geist und Seele repräsentiert. Wenn ich meinen Geist nun ein Leben lang mit üblen Bildern gefüttert habe, bedienen sich eben Seele und Geist dieser Bilder, um ihren aktuellen Zustand zu kommunizieren. Hier würde ich wiederum eine Wertung gelten lassen. Gute oder doch böse Bilder konsumieren?
Wenn ich meinem Kind beibringen will, dass es das Geld des Nachbarn auf der Veranda nicht stehlen soll, welcher Begrifflichkeit bediene ich mich, wenn ich diese Tat nicht werten soll?
Ich kann mich entscheiden gesund zu leben, nicht zu rauchen und keinen Alkohol zu trinken. Ich kann mich entscheiden, die Meinung anderer zu respektieren und sie dafür nicht zu hassen.
Ich wähle hier bewusst respektieren, nicht tolerieren oder akzeptieren. Akzeptanz, Toleranz, Ignoranz, Arroganz, du merkst worauf ich hinaus möchte?
Ein zu viel an Hass macht mich krank, ein zu viel an Liebe auch?
Wir kommen zur Wertung in der Dualität. Die Emotion als solches ist relativ, wie sie sich im Leben manifestiert ist jedoch gut oder böse. Hass macht mich auf Dauer krank, Liebe nicht. Warum sollte ich mich also nicht für das Gute entscheiden?

New Age

Spiritualität

New Age ist heutzutage eine immer größer werdende Bewegung und viele die dazu gehören, wissen noch gar nichts von ihrem Glück, dass sie dazu gehören.
Es ist die Rede von „alles ist Gott“ oder „alles ist gut, das Böse gibt es in Wirklichkeit gar nicht“. Einen Touch von scheinheilig könnte man meinen.

Auch sehr verbreitet ist die Ansicht, es gäbe gar keine Opfer, denn sein Leid hat sich jeder aufgrund seiner Gedanken und seiner Emotionen selbst erschaffen. Sprich, da wir ja alle nicht nur Teile von Gott sind, sondern jeder einzelne selbst Gott ist, sind wir also die Schöpfer unseres Lebens.
Es sei alles eine notwendige Erfahrung zum Wohle eines jeden Einzelnen.
Dazu kommen weitere verschiedene Ansätze von einem neuen Messias und die Erlösung der Menschheit.
Egal was passiert, wir sollen uns nicht wehren, denn es ist alles Teil eines Planes, der uns zur Erlösung führen soll. Hier kommen wir sogar in die Bereiche verschiedener Logen und dem Ruf nach der „New World Order“. Alleine über die Theorien und die Praxis der Logen kann man Bücher füllen.

Wir sind alle Licht und Liebe.
Dies mag auf der spirituellen Ebene stimmen, aber in dieser Inkarnation sind wir als Mensch hier auf dieser Erde.
Und als Mensch sind wir ein emotionales Wesen und dazu gehört nun mal auch Trauer, Wut, Aggression und Schmerz.
Sind denn aber genau diese Emotionen oftmals nicht der Motor für Veränderung?
Werden wir nicht genau hier zum Schöpfer?
Wenn wir aus einer „negativen“ Emotion oder Erfahrung den Antrieb schaffen für etwas positives?
Wenn ich anstatt aus einer negativen REAKTION auf eine Situation, in eine für mich positive und schöpferische AKTION wechsle?
Um das Zitat meines Blogbanners zu verwenden:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

– Albert Einstein

Kriege werden aus Macht- und Profitgier, Ideologie und Hass geführt. Genau dies wird auf der Gegenseite polarisiert. Es wird heutzutage Krieg geführt um Frieden zu schaffen.
Du verstehst in welcher Lage sich unsere Weltpolitik befindet?

Wenn ich nun aber die negative Energie nehme, die ein Krieg mit sich bringt, und diese Energie umwandle und sie in die Stärkung von Respekt, liebevollen Umgang und in ein leben und leben lassen investiere, so werde ich zum Aktor und nicht zum Reaktor.
Als New Age Anhänger soll ich mich aber den Weltgeschehnissen verschließen und sie als kollektiv notwendige Erfahrung abtun.
Für mich ist die Bewegung des New Age oftmals eine Leugnung unseres Wesens.
Warum erschuf uns Gott?
Damit wir das leugnen, was wir sind?
Nämlich ein beseelter Mensch mit all seinen Empfindungen und Gefühlen, die den Motor unseres Lebens darstellen?
Unser Kern ist spirituellen Ursprungs, jedoch ist unser Wesen in diesem Leben menschlich.

Ich hatte vor kurzem auf YouTube eine kleine Diskussion mit einem Vertreter dieser Ansicht. Ich fragte ihn, wie sich ein Kind im Kriegsgebiet im Alter von drei Jahren wohl seinen Bombentot erschaffen würde?
Er meinte, dass Gedanken und Gefühle Magneten wären und diese würden solche Situationen anziehen.
Ich hakte nochmals nach, wie ein dreijähriges Kind wohl denkt und fühlt, welches Kriegssituationen noch nicht einmal beschreiben kann?
Es sei Opfer einer Gruppendynamik und habe Glaubenssätze anderer übernommen.
Ich lasse das Ganze mal so dahingestellt.

Erwartung

Philosophie, Spiritualität

Erwartungen sind etwas sehr menschliches und der Mensch versucht oftmals in einer Erwartung oder auch in der Hoffnung, Halt bzw. Sicherheit zu finden.

Wenn ich nun etwas von einer in der Zukunft liegenden Situation antizipiere oder erwarte, nehme ich mir selbst die Möglichkeit, im Augenblick des eintreffenden Moments der Situation, eine Entscheidung und Aktion aus dem Moment heraus zu treffen.
Ich binde mich an eine subjektive Wahrscheinlichkeit.
Ich reagiere anstatt zu agieren!

Ich möchte dies mit dem Aspekt der Zeit ein bisschen verdeutlichen.
Wir haben einen Vektor im Raum, der mit der bekannten Vergangenheit beginnt und in Richtung der unbekannten und undefinierten Zukunft verläuft.
An dem immer weiter fortlaufenden Ende dieses Vektors, befindet sich die Gegenwart bzw. das Hier und Jetzt.
Den Bereich dazwischen nennen wir Zeit, um diesem Bereich zu beschreiben.
Ich weiß also nicht, wohin und wie weit dieser Vektor führt und dennoch versuche ich, vom Anfang schon auf das Ende zu schließen und kürze unter Umständen meinen fortlaufenden Vektor ab.
Übertragen nehme ich mir somit im Jetzt die Möglichkeit der Entscheidung aus einem Gefühl heraus.
Wir lassen uns von der Vergangenheit fremd bestimmen, aus den bereits erlebten Situationen.

Wäre es ein Wagnis, aus der fremd bestimmten Geisteshaltung hin zur schöpferischen Geisteshaltung zu wechseln?
Wäre es nicht schöner und vor allem energiesparender, aus jedem Moment heraus und dem momentanen Gefühl zu entscheiden?

Zum Schluss möchte ich mit dir eine kleine Phantasiereise unternehmen. Möglicherweise löst diese Emotionen in dir aus.
Du bist in folgender Situation:
Am Ende meiner Tage liege ich bei meinen Lieben auf dem Sterbebett.
Ich sehe zufrieden in die Augen meiner Kinder und meiner Enkel.
Ich habe das Gefühl von einem erfüllten Leben in mir und bin bereit meine letzte Reise in diesem Leben anzutreten.
Mein jüngster Enkel drängt sich zwischen den anderen hervor und möchte noch etwas von mir wissen. Einige wollen ihn aus Respekt zurück halten, um mir die Ruhe zu gewähren.
Doch ich lächle und freue mich auf die Frage und bitte meinen Enkel die Frage zu stellen.
„Opa/Oma, gäbe es da etwas, was du in deinem Leben gerne anders getan hättest?“
Ich überlege kurz und antworte: „Nein, denn ich habe mich in jeder entscheidungsfähigen Situation für eine neue Erfahrung und somit für ein neues Leben entschieden und nicht an einer Erfahrung und dem darauf basierten Leben festgehalten.“

Authentizität, die heutige Gesellschaft und spirituelle Szene

Allgemein, Gesellschaft, Spiritualität

In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon über das Thema Selbstverwirklichung und authentisch sein berichtet.
Das Thema Authentizität möchte ich nun nochmals in Verbindung mit der heutigen Gesellschaft und der spirituellen Szene aufgreifen.

Wie Bruno Würtenberger (siehe Video, vorheriger Beitrag) so schön sagte:“Authentisch sein bedeutet nicht sagen was man denkt, sondern leben was man fühlt!“ Wenn ich mir diesen Satz oft durch den Kopf gehen lasse, so findet er immer größere Resonanz in mir.

Auch in der spirituellen Szene ist authentisch sein eines der Schlagworte schlechthin.
Bin ich nun authentisch, wenn ich auf dem spirituellen oder auch esoterischen Weg bin und mir dann gleich Vulkangesteinarmbänder kaufe und fünf Rosenquarze um den Hals hänge? Wenn ich neben meinem total gestressten Leben jetzt vier Mal die Woche Yoga mache und jedem Fremden in der Straßenbahn von meinen Fortschritten beim Sonnengruß erzähle?
Wenn ich die Bücher von Eckhart Tolle auswendig lerne und vor lauter spiritueller Gedanken die Verbindung zu mir und meinen Gefühlen verloren habe?
Du erkennst an meinem Sarkasmus meine Haltung.

Lebe was du fühlst!
Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Wenn ich nun als heterosexueller und nicht homophober Mann gerne pinke Polo-Shirts tragen möchte, mir es aber an Selbstvertrauen fehlt, werde ich wahrscheinlich mit der Angst leben müssen, als Homosexuell abgestempelt zu werden. Unsere Gesellschaft macht schlicht und ergreifend ein authentisch sein zum Überlebenskampf. Dies soll nur als einfaches Beispiel dienen.

Wir sind mittlerweile derart fremdbestimmt und manipuliert von Wirtschaft, Medien und Politik und oftmals merken wir dies gar nicht. Als kleines und vor allem unscheinbares Beispiel nehme ich den Amazon Dash Button.
Der Amazon Dash Button lässt sich für verschiedene Produkte, z.B. von Pampers, programmieren, in das WLAN einbinden und per Knopfdruck lässt sich das hinterlegte Produkt einfach bestellen. Dies ist auf den ersten Blick natürlich ein sehr nützliches, praktisches und bequemes Gimmick.
Wenn man sich das ganze mal aus psychologischer Sicht anschaut, findet man hinter den Kulissen ein raffiniertes Konzept. Zum einen verliert man den Bezug zum Geld. Man merkt via Knopfdruck nicht mehr, wie das Geld aus der Tasche wandert. Zum anderen klinkt sich der Dash Button genau da ein, wo der Mensch empfänglich ist, nämlich in der bequemen Gewohnheitsregion im Gehirn.
Der Mensch wird immer mehr vom selbstständigen und eigenverantwortlichen Denken entführt. Wird werden täglich von unzähligen Reizen überflutet, so dass uns das Denken zur Last wird.
Gerne übernehmen dies die großen Anbieter für uns und halten uns so am Tropf.
Wir werden schleichend mit personalisierter Werbung manipuliert und erfreuen uns an neuen technologischen Errungenschaften, die uns noch ein weiteres kleines Stück der Selbstständigkeit und Autonomie abknabbern. Social Engineering (soziale Manipulation) ist heute eine gängige Praxis in den sozialen Netzwerken und auch im Marketing.

In dieser Fremdbestimmung entfernen wir uns immer mehr von uns selbst, um den Bogen wieder zur Authentizität zu spannen.
Wir bekommen vorgegaukelt was wir wollen und was nicht und diejenigen, die sich von diesem Tropf abhängen und sich selbst leben wollen, werden von den meisten Menschen belächelt und im besten Fall als Spinner abgetan.

Es gehört Mut dazu, authentisch zu sein und eine ordentliche Portion Selbstvertrauen.
Doch dieses Gefühl von Freiheit, sich nicht mehr verstellen zu müssen und mit sich selbst in Frieden zu leben, ist ein Preis der doch lohnenswert klingt im Vergleich zur manipulierten Marionette, oder nicht?

 

Authentisch sein und Selbstverwirklichung

Spiritualität

In der spirituellen Szene ist oft die Rede vom authentisch sein. Sich selbst finden. Sich selbst verwirklichen.
Das sind heutzutage oft Begrifflichkeiten, die doch eine breite Masse anstrebt.
Doch wie genau ist man denn nun authentisch? Wie findet man sich selbst oder gar verwirklicht man sich selbst?

In diesen Fragen habe ich nun mittlerweile eine zweijährige Berg- und Talfahrt hinter mir und finde so langsam „meine“ Antworten, da dieser Prozess für mich sehr individuell ist.

Möglichkeiten werden natürlich in der Eso- und Spiriszene wie Sand am Meer geboten. Meistens die Aufforderungen von selbsternannten oder von außen bestimmten Guru’s. Tu dies und tu das und vor allem MUSST du dies und das tun. Man verliert sich sehr schnell in solchen, ich nenne es mal vorsichtig, Vorschriften. Das jeder die beste Geheimwaffe hat, ist natürlich selbstverständlich. Schlussendlich geht es doch oft wieder um verkaufen.

Ich greife mal das Beispiel der Meditation heraus. Hier gibt es gefühlt 1000 Varianten zu meditieren.
Im Groben die Sitzmeditation oder Gehmeditation.
Aufgedröselt kommen wir dann zur Metta-Meditation oder geführten Meditation, weiter zur Chakren-Meditation, bei der ich mich auf einzelne Chakren konzentriere. Die Vielfalt ist gigantisch und jedes hat, aus meiner Erfahrung, seine Vor- und Nachteile.
Paramahansa Yogananda z.B. empfiehlt die Meditation auf das dritte Auge (Stirnchakra). Dies soll wohl die größten Erfolge in der Gottverwirklichung, also der Selbstverwirklichung, mit sich bringen.

Ich habe letztes Jahr einen Achtsamkeitskurs belegt bei einem Heilpraktiker und Mediziner in Freiburg, mit einer unglaublichen Präsenz und Ausstrahlung, sowie einer über 35 Jährigen Meditationserfahrung.
Seiner Ansicht nach schult die Meditation auf das dritte Auge vor allem die Intuition und auch die Hellsichtigkeit.
Ob das nun toll ist, dass man weiß was so alles in der Zukunft kommt, ist fraglich.
Für ihn ist die Meditation auf das Herz-Chakra, die wirkungsvollste Meditation.
Dies war für mich eine sehr eindrückliche Erfahrung und hat mein Gefühl bestätigt, es ist wieder einmal sehr individuell.
Welche Meditation sich für mich wohlig anfühlt, in der ich unverkrampft bin und mich fallen lassen kann, die wird mir auch die meisten Fortschritte bringen.

An diesem Punkt kommen wir zum authentisch sein.
Hierzu habe ich vor kurzem ein Video von Bruno Würtenberger gesehen, welches ich euch nicht vorenthalten möchte. Von meinem Gefühl her, trifft er den Nagel ziemlich auf den Kopf. Zusammengefasst ist authentisch sein nicht sagen was man denkt, sondern leben was man fühlt.

Wenn wir uns also unserer Gefühle bewusst werden und diese auch leben, befinden wir uns doch auf dem Weg der Selbstverwirklichung?

Relativität

Gesellschaft, Philosophie, Spiritualität

Ich habe vor kurzem den ersten Band der Reihe „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch gelesen.
Das Buch hat mich schon bei den ersten Seiten sehr gefesselt und fasziniert. Seine Darstellung über die Seele, das Empfinden und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich sehr begeistert und mir auch auf einige Fragen Antworten gegeben.
Beim weiteren Lesen fühlte ich jedoch eine leichtes Unbehagen in mir aufsteigen, welches ich noch nicht richtig deuten konnte. Dies dauerte bis zu den letzten Kapiteln, bis sich das Gefühl schlussendlich wieder legte.

Doch was regte sich da in mir und vor allem warum?
Ich reflektierte das Buch und mich und fand den Auslöser. Ich blieb hängen bei der Warum-Frage, des Guten, des Bösen und der Schöpfung.
Ja warum gibt es denn nun Gut und Böse?

Ich habe zuvor einige Bücher von Armin Risi gelesen und mir auch zu diesem Thema diverse Vorträge angeschaut.
Risi beschreibt Gut und Böse als eine Spaltung von Lichtwesen aus der Quelle (Gott). Diese Dunkelwesen hielten sich für mächtiger als die Lichtwesen, da sie Dunkelheit erschaffen konnten, und hatten sich schon in den obersten Dimensionen vom Licht abgewandt. Da wohl eine Entscheidung in den höheren Dimensionen absolut erscheint, wurden die Wesen und die Materie so verdichtet, bis unser Kosmos so wie wir ihn heute kennen entstand (sehr vereinfacht dargestellt). Da die Erde ein Planet des freien Willens ist, inkanieren hier Licht- und Dunkelwesen. Die Lichtwesen sind hier um ihre „gefallenen“ Brüder und Schwestern wieder zurück zum Licht (zur Liebe) zu führen. Sprich, der oberste Plan einer Seele (Lichtwesen) ist das Wiedererinnern an die Urquelle, das Licht oder die bedingungslose Liebe.

Bei Walsch sieht der oberste Plan gleich aus. Nur über Gut und Böse schreibt er anders. Aus seiner Sicht gehört alles zur Erfahrung einer Seele. Damit sie sich selbst wieder an die Quelle (Gott) erinnert, braucht sie das Böse als „Gegenspieler“ und somit als Helfer zur Rückkehr in das Licht. Kriege, Misshandlung, Mord und Lüge sind somit relative Erfahrungen, welche zum Prozess des Wiedererinnern dazu gehören. Für mich wirkt das ganze ein bisschen zwielichtig, da Walsch ja mit Gott spricht und in diversen Textstellen von Gott in der 2. Person gesprochen wird. Auch kritisch sehe ich den Punkt, indem er oft das Gesagte als absolute Wahrheit darstellt. Das sagt er so nicht in seinem Buch, doch die Aussage, dass Gott ihm sagt, Menschen werden sein Buch als Blasphemie ansehen, stellt für mich einen Absolutheitsanspruch dar.
Er beschreibt das Böse auch als Schöpfung des globalen Bewusstseins, hier sehe ich durchaus eine konkrete Antwort.

Da wir uns aber an die Quelle und somit auch an die bedingungslose Liebe erinnern sollen, frage ich mich, wo bleibt die Relativität?
Wäre dann in unserem irdischen Leben nicht auch die bedingungslose Liebe, sowie das Böse ebenfalls, nur eine relative Erfahrung? Gehört sie denn nicht dem Guten an?
Wenn wir nicht werten sollen zwischen Gut und Böse, denn es ist ja alles eine notwendige Erfahrung, warum dann für das Gute entscheiden wenn es doch nur relativ ist?

Darf man, abschließend gefragt, Gut und Böse relativieren? Ich glaube nicht.